Whisky Schottland
Bereits seit Jahrhunderten wird in Schottland Whisky destilliert. In alten Aufzeichnungen nannten die Kelten ihn „Lebenswasser“. Deren Bezeichnung für „Lebenswasser“ war „Uisge Beatha“ (Uisge = Wasser / Beatha = Leben). Aus „Uisge“ wurde „Uiskie“ und daraus „Whisky“.
Die Kelten beherrschten ihr Handwerk meisterlich, doch zweifellos bekamen sie Hilfe von der Natur, denn diese bot dem schottischen Hochland klares, sauberes Quellwasser, große Torffelder, gesunde Gerste und reine, frische Hochlandluft.
Zunächst wurde Whisky nur für den Eigenbedarf produziert. Da sich die Hausbrände schnell herumgesprochen hatten, wurde Whisky schließlich zur Handelsware. Seit der Union Schottlands mit England 1707 wurde eine Whiskysteuer erhoben, woraufhin das unerlaubte Destillieren und der Schwarzmarkt florierten. 1823 gelang es den Engländern, die Whiskyproduktion in gesetzliche Bahnen zu leiten, wodurch der schottische Whisky seinen Siegeszug in alle Welt antreten konnte.
Wie Wein und viele andere Getränke auch, werden die Single Malts Schottlands ihren Herkunftsregionen zugeordnet. Im Wesentlichen wird unterschieden zwischen den Regionen Lowlands, Highlands sowie Islay.
Single Malt Whisky
In Schottland gibt es um die 100 Destillerien – nur ihre Malts dürfen sich SCOTCH nennen. Um diese Appellation zu tragen, muss der Whisky in Schottland destilliert und mindestens drei Jahre gelagert worden sein. Malts aus Irland, Nordamerika, Neuseeland und Japan können daher zwar nicht als „Scotch“, aber als „Single Malt Whisky“ bezeichnet werden – in diesen Ländern findet sich allerdings nur eine Handvoll Destillerien.
Die meisten Single Malts bestehen aus Destillaten verschiedener Produktionsläufe bzw. Fässer. Vereinzelt findet man aber auch einen sogenannten „Single / Single“: ein Single Malt, der aus einem einzelnen, ganz bestimmten Fass abgefüllt wurde – teilweise auf weniger als 250 Flaschen.
Merkzettel:
SINGLE zeigt an, dass der Whisky nur in einer ganz bestimmten Brennerei hergestellt und nicht mit anderen verschnitten wurde.
MALT weist auf die Rohstoffe hin: nicht irgendein Getreide, sondern ausschließlich Gerstenmalz; mit Wasser versetzt, mit Hefe vergoren und in einer Brennblase destilliert.