Rum
Ein faszinierendes Gemisch der verschiedensten Einflüsse - unterschiedliche Hefekulturen, politische Ereignisse, Trends und Moden - haben dazu geführt, dass die Karibik einen breiten Fächer zum Teil extrem unterschiedlicher Rumsorten hervorgebracht hat. Während man das Aroma eines German-flavoured Jamaica Rums noch in hunderttausendfacher Verdünnung erkennen kann, wird ein Light Rum derart rektifiziert und filtriert, dass ihn nur noch ein Aromahauch von einem neutralen Sprit unterscheidet.
Rum wird aus den Rückständen bei der Herstellung von Rohrzucker gewonnen.
Der aus dem Zuckerrohrmark gepresste Saft wird so lange gekocht, bis der Zucker kristallisiert und ein bräunlicher Sirup, die Melasse, zurückbleibt.
Diese wird, mit Quellwasser und Hefekulturen versetzt, zur Gärung gebracht und der dabei entstehende Alkohol nach unterschiedlichen Verfahren herausdestilliert. Nun wird das Destillat in Eichenfässern gereift, miteinander verschnitten, auf Trinkstärke herabgesetzt und auf Flaschen gefüllt.
Das ist der allen Rumsorten gemeinsame Entstehungsweg. Auf diesem Weg aber gibt es manchmal bekannte, in den meisten Fällen aber in geheimnisvolles Dunkel gehüllte Eingriffsmöglichkeiten, durch die Hersteller ihrem Produkt Persönlichkeit verleihen. Früher konnte man über die ganze Karibik hinweg inseltypische Geschmacksbilder unterscheiden.
Das ist heute nur noch mit Einschränkungen der Fall.
Rum wird unterschieden nach Farbe und Geschmacksbild:
White Rum oder Light Rum: meist leicht, trocken und geschmacksneutral
Golden Rum: etwas ausdrucksvoller im Geschmack
Dark Rum: je nach Herkommen voll und aromatisch