Kräuter & Bitter Liköre
Die Bitteren
Alle Geschichten um die Bitterliköre ranken sich um das Geheimnis, dem das jeweilige Rezept seine Entstehung verdankt oder in das man die Zusammensetzung der Gewürzmischung hüllt.
Die Furcht vor skrupellos tätiger Konkurrenz war zur Entstehungszeit dieser Erzeugnisse - vor 100 bis 200 Jahren - gewiss berechtigt.
Heute ist der Markenschutz längst juristisch verbrieft und wird mit anderen Mitteln verteidigt als mit mündlichen Überlieferungen, mehrgeteilten Rezepturen in verschiedenen Tresoren oder Urkunden in tiefen Gewölben.
Bittere setzen sich zusammen aus alkoholischen Auszügen einer Vielzahl von Gewürzen, Drogen und Kräutern mit zum Teil heilkräftiger Wirkung und einem neutralen Alkohol.
Es gibt starke, sanftere und milde Bitter, je nachdem, ob und wieviel Zucker ihnen beigegeben wird.
Ihr Alkoholgehalt variiert zwischen 11 und 44 %vol.
Ein geringer Alkoholgehalt macht sie zu Aperitifen, die süßeren zu Likören.
Magenbitter
Zur Beruhigung der Magennerven nach dem Essen zu trinken.
Unter anderem:
Underberg - Deutsches Erzeugnis in 2-cl-Fläschchen mit 44 %vol.
Unicum - Hergestellt in Ungarn und Italien mit 42 %vol.
Fernet Branca - Hergestellt in Italien mit 42 %vol.
Bitter-Aperitifs
Sie werden pur auf Eis oder mit einem Schuss Soda getrunken.
Berühmt sind:
Campari - Bitter von Kräutern und Zitrusfrüchten. Hergestellt in Italien mit 25 %vol.
Aperol - Bitter von Kräutern. Hergestellt in Italien mit 11 %vol.
Cynar - Bitter von Kräutern und Artischocken. Hergestellt in Italien mit 16,5 %vol.